Rückblick Workshop 2006

„Rock, Pop and more …“ – unter diesem Titel hatte die Stiftung „Musikjugend Trier-Land“ vom 27. – 29. Oktober 2006 einen Workshop für junge Musikerinnen und Musiker im Alter von 14 bis 21 Jahren organisiert. 54 junge Musikerinnen und Musiker erhielten die Chance von Profis zu lernen, Musikerkollegen kennenzulernen und Bühnenerfahrung zu sammeln. Die Liste der Anmeldungen war lang, doch ließ es die verfügbare Kapazität – und das bezieht sich sowohl auf die Dozenten als auch auf die räumlichen Möglichkeiten - leider nicht zu, alle Interessierten zu berücksichtigen.

Das Konzept war von den Mitgliedern des Stiftungsrates der 2001 gegründeten Stiftung „Musikjugend Trier-Land“ in Zusammenarbeit mit Ben Heit, Organisator der Jazz & Rock School“ in Trier, entwickelt worden. Die Gesamtorganisation übernahm Lothar Zengerling – selbst Mitglied des Stiftungsrates. Als „Lerninhalte“ hatte sich der Workshop das Ziel gesetzt, den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die musikalischen Grundlagen zeitgenössischer Rock- und Popmusik sowie das Band- und Ensemblespiel nahe zu bringen.

Nicht zuletzt dank der guten Kontakte des Workshopleiters leiteten bekannte Musiker der Region die Unterrichtsklassen und gaben dem Nachwuchs wertvolle Tipps mit auf den Weg.

Die Dozenten des Workshops waren:

Mit dem Jugendhilfezentrum Don Bosco Helenenberg fand sich zudem ein aufgeschlossener und sehr kooperativer Gastgeber, der es den jungen Leuten am Probenwochenende an nichts mangeln ließ.

Gleich nach der Vorstellung der Dozenten am Freitagnachmittag starteten die Nachwuchsmusiker in ein Probenwochenende mit straffem Zeitplan. Schließlich sollten bis zum Sonntagabend – pünktlich zum Abschlusskonzert in der Kultur- und Marktscheune Welschbillig – „bühnenreife“ Auftritte eingeübt sein. Zunächst standen die Proben der einzelnen Instrumentengruppen für Drums, E-Bass, Gesang, Klavier/Keyboard, Saxofon, Klarinette, Trompete, E-Gitarre und Posaune auf dem Stundenplan, wobei sich die Dozenten ein erstes Bild von den musikalischen Fähigkeiten der jungen Musiker machen konnten. Im Instrumentalunterricht wurden die Grundlagen für Rock- und Popmusik gelegt und nach individuellem Kenntnisstand erweitert. Zum „Unterrichtsstoff“ gehörten aber auch Songwriting, Improvisation und Harmonielehre.

Am Abend wurden die jungen Musiker auf acht Bands aufgeteilt. Dass Pop nicht gleich Pop und Rock nicht gleich Rock ist, zeigte die Einteilung der Bands in Piano Pop, Pop, Punk-Rock, Rock-Ballads, Rockjazz, Hardrock/Heavy Metal, Deutsch-Pop und Bluesrock. Ähnlich intensiv verlief die Probenphase an Samstag und Sonntag. Erste „Bühnenerfahrung“ vor kleinerem Publikum sammelten die Bands bereits bei einer Session am Samstagabend. Bis zum Abschlusskonzert am Sonntag in der Kultur- und Marktscheune Welschbillig blieb den Bands also noch Zeit, den Auftritt zu optimieren.

Für die Workshopteilnehmer wie für die Dozenten war es sicherlich keine ganz einfache, aber dafür umso spannendere Aufgabe innerhalb kürzester Zeit aus „musikalischen Individualisten“ aufeinander eingespielte Bandmitglieder zu formen. Umso bemerkenswerter war das, was den Gästen beim Abschlusskonzert in der vollbesetzten Kulturscheune geboten wurde. Von Lampenfieber kein sichtbares Anzeichen, schon fast professionelle Bühnenauftritte und musikalisch hervorragend – so präsentierten sich die jungen Musikerinnen und Musiker einem völlig begeisterten Publikum.

Als Special Guest für das Abschlusskonzert konnte zudem ein "Superstar" aus Trier-Land gewonnen werden. Anke Wagner aus Sirzenich, bekannt durch ihre erfolgreiche Teilnahme bei der zweiten Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" (6.Platz), unterstützte die Teilnehmer gesanglich.

Ein besonderes Lob erteilte der „Nachwuchs“ den Dozenten. Bei der Auswertung des unter den Workshop-Teilnehmern ausgeteilten Fragebogens zeigte sich, dass fast 100% mit ihrem Band-Dozenten „super“ zufrieden waren.

Für die Organisatoren des Workshops wie für den Stiftungsrat ist es vor diesem Hintergrund besonders erfreulich, dass dieses Probenwochenende auch langfristig „Früchte“ getragen hat. Bei „Rock, Pop and more …“ haben sich mehrere Bands zusammen gefunden, die nun die Bühnen der Region erobern.

Impressionen vom Workshop 2006 findet ihr in unserer Fotogalerie!

Nächster Workshop

Auf Grund der ersten Anfragen teile ich Euch hiermit mit, dass der nächste RPM-Workshop voraussichtlich wieder erst in 2019 stattfinden wird.

Bis dahin eine gute Zeit mit viel Spaß und Freude an der Musik
Euer: Lothar (Orga)

 

Video Bericht RPM 2016